Ratgeber · Lightroom Presets

Lightroom Presets richtig anwenden: der Praxis-Ratgeber für Hochzeitsfotografen

Ein Preset verspricht den fertigen Look mit einem Klick. Die Wahrheit aus über 16 Jahren Hochzeitsfotografie: Ein gutes Preset ist ein Werkzeug, kein Zauberstab. Hier zeigen wir dir, wie du mit Lightroom Presets wirklich konsistente Reportagen bearbeitest, welche Fehler fast jeder am Anfang macht und woran du erkennst, ob ein Preset etwas taugt.

Von Kathi & Chris · Hochzeitsfotografen seit über 16 Jahren · Stand August 2026
Auf einen Blick

Lightroom Presets kurz erklärt

  • Ein Preset ist ein gespeichertes Bearbeitungsrezept: Es setzt Regler in Lightroom, ersetzt aber nicht deinen Blick aufs Bild.
  • Weißabgleich und Belichtung gehören nie ins Preset, sie werden bei jedem Bild einzeln angepasst.
  • Ein gutes Preset ist auf neutralem Weißabgleich aufgebaut, deshalb sieht dasselbe Preset sonst bei jedem Bild anders aus.
  • Mit der Referenzbilder-Methode bearbeitest du eine ganze Reportage konsistent, statt Bild für Bild von vorn zu beginnen.
  • RAW-Dateien sind Pflicht, JPEGs nehmen jedem Preset den Spielraum.
  • Der Bildlook fängt bereits beim Fotografieren an.
Hochzeitsfoto als unbearbeitete RAW-Datei vor dem Lightroom Preset
RAW
Dasselbe Hochzeitsfoto nach einem Klick mit dem KCP Signature Preset in Lightroom
Mit KCP Signature Preset
Die Grundlage

Was ist ein Lightroom Preset, und was ist es nicht?

Stell dir ein Preset wie ein Kochrezept vor: Es beschreibt, welche Regler in Lightroom auf welche Werte gestellt werden, von der Gradationskurve über die Farben bis zum Filmkorn. Die Zutaten liefert deine RAW-Datei. Ein gutes Rezept macht aus guten Zutaten ein großartiges Gericht, aber es kann keine Zutaten ersetzen, die beim Fotografieren gefehlt haben.

Genauso wichtig ist, was ein Preset nicht ist: kein Filter. Ein Instagram-Filter legt ein fertiges Ergebnis unveränderbar über dein Bild. Ein Preset dagegen setzt einzelne Regler, die danach alle offen bleiben. Du kannst jeden Wert anfassen, abschwächen oder verstärken, und deine RAW-Datei bleibt dabei unangetastet, jede Anpassung ist umkehrbar.

Lightroom Vorgaben-Panel mit den KCP Signature Preset Collections
Vor der Bearbeitung

Der Look beginnt bereits beim Fotografieren

Lachendes Brautpaar mit Gläsern beim Sektempfang, fotografiert in einer Hochzeitsreportage
Vor der Bearbeitung

Der Look beginnt bereits beim Fotografieren

Ein Preset gibt deinem Bild eine veredelte Handschrift, retten soll es kein Bild. Die Grundlage ist und bleibt dein Fotografiehandwerk: Die wichtigsten Entscheidungen für deinen Bildlook fallen nicht in Lightroom, sondern in dem Moment, in dem du auslöst.

Konkret heißt das: sauber belichten, damit Lichter und Tiefen Zeichnung behalten. Das Licht bewusst wählen, statt später dagegen anzubearbeiten. Und in RAW fotografieren, damit die Bildinformation für die Bearbeitung überhaupt vorhanden ist. Wer sein Handwerk beherrscht, holt aus jedem Preset mehr heraus, ganz gleich von welchem Anbieter.

Blick unter die Haube

Was in einem guten Preset steckt

Ein Bildlook entsteht nicht in einem Regler, sondern im Zusammenspiel weniger Module. Wer versteht, was ein Preset im Hintergrund tut, kann es gezielt anpassen, statt zu raten.

Weißabgleich

Der erste Schritt vor jedem Preset, und bewusst nie Teil davon. Es gibt verschiedene Wege der Korrektur: rein händisch über Temperatur und Tönung, per Benutzervorgabe wie Tageslicht oder Schatten, oder über die Pipette. Für Letzteres sollte im besten Fall eine Graukarte beim Fotografieren genutzt werden. Stimmt der Weißabgleich nicht, kämpfst du in allen folgenden Reglern gegen einen Farbstich an.

Grundeinstellungen

Belichtung, Kontrast, Lichter und Tiefen erzeugen keinen Bildlook, sie schaffen die Voraussetzung dafür, ein ausgewogenes Bild mit Zeichnung in den hellen und dunklen Bereichen zu erhalten. Je nach Bildinhalt die erste Anlaufstelle, um einen zu harten oder zu soften Bildlook zu korrigieren.

Gradationskurve

Für uns ein sehr wichtiges Modul in Lightroom. Hier entsteht sehr differenziert der Kontrast in all seinen Facetten, und es gibt viele Möglichkeiten, dem Look einen filmischen Charakter zu verleihen. Es ist aber auch Vorsicht geboten: In den Farbkurven kann man sehr schnell die Farben verbiegen und stark an Neutralität verlieren.

HSL / Farbmischer

Steuert jede Farbe einzeln. Für Hochzeitslooks entscheidend sind vor allem Gelb- und Grüntöne: Wiesen und Laub, die unbearbeitet schnell grell wirken, werden hier beruhigt.

Color Grading

Färbt Lichter, Mitteltöne und Tiefen getrennt ein, gefühlt wie eine Sonnenbrille für das eigene Auge. Weniger ist hier fast immer mehr, sonst büßt man Neutralität ein. Ist bewusst eine starke Färbung gewünscht, wie in vielen Serien oder Spielfilmen, darf es natürlich auch gerne mehr sein.

Korn & Vignette

Dezentes Filmkorn gibt digitalen Bildern Struktur und einen analogen, organischen Charakter. Eine gut gesetzte und vor allem dezente Vignette lenkt den Blick zum Motiv und sollte für eine organische Wirkung über den Radialfilter erstellt werden. Nur so lässt sich der Spot gezielt dorthin setzen, wo er gebraucht wird und den Bildeindruck fördert.

Unser Leitprinzip über alle Module hinweg: Hauttöne bleiben natürlich. Fast jeder dieser Regler wirkt auf die Haut, die Sättigung, die Kurve, das Color Grading, deshalb ist die Haut der erste Ort, an dem man ein überdrehtes Preset erkennt. Ein Look darf Charakter haben, aber niemand soll auf seinen Bildern kränklich oder künstlich aussehen.

Werbeversprechen im Check

„Ein Klick, fertig“ ist ein Versprechen, das kein Preset halten kann

Der Klick aufs Preset ist wirklich nur ein Klick. Aber davor kommen zwei Handgriffe, die dir niemand abnimmt: Weißabgleich und Belichtung, denn beides ist bei jedem Bild anders und kann deshalb in keinem Preset der Welt stecken. Wer dir verspricht, dass ein Preset ohne diese zwei Handgriffe auf jedes Bild passt, verkauft dir ein Märchen. Die gute Nachricht: Mit ihnen sitzt der Look dann tatsächlich in Sekunden, und wer wirklich gar nicht mehr selbst Hand anlegen will, ist beim Thema KI-Bearbeitung besser aufgehoben als bei einem Preset.

So funktioniert es

In fünf Schritten zum sitzenden Look

1

In RAW fotografieren

Der Bildlook fängt bereits beim Fotografieren an. Das Preset ist das Rezept, deine RAW-Datei liefert die Zutaten: Nur wenn Licht und Belichtung stimmen, hat das Rezept eine Chance. Ein JPEG hat diesen Spielraum nicht.

2

Weißabgleich neutral einstellen

Bevor das Preset ins Spiel kommt: Weißabgleich mit der Pipette auf einer grauen oder weißen Fläche setzen. Gute Presets sind auf neutralem Weißabgleich aufgebaut, das ist der Grund, warum sie sonst bei jedem Bild anders aussehen.

3

Preset anlegen

Ein Klick im Vorgaben-Panel. Jetzt siehst du den Look, aber noch nicht das fertige Bild.

4

Belichtung je Bild nachziehen

Belichtung und Weißabgleich sind bewusst nicht im Preset gespeichert, denn beides ist bei jedem Bild anders. Diese zwei Handgriffe pro Bild sind der Unterschied zwischen „Preset drübergelegt“ und „fertig bearbeitet“.

5

Auf die Reportage übertragen

Statt jedes Bild einzeln zu bearbeiten, überträgst du deine Einstellungen mit der Referenzbilder-Methode auf die ganze Reportage. Wie das geht, zeigen wir im nächsten Abschnitt.

Der Konsistenz-Trick

Die Referenzbilder-Methode: eine Reportage, ein Look

Der größte Zeitfresser ist nicht das einzelne Bild, sondern die Masse: Bei einer ganztägigen Hochzeitsreportage liefern wir am Ende 800 bis 1200 Bilder aus. Niemand bearbeitet diese Menge Bild für Bild von Grund auf neu.

So funktioniert die Methode: Du wählst aus der Reportage eine Handvoll Referenzbilder, je eines für jede Lichtsituation, vom Getting Ready am Fenster über die Trauung bis zur Feier bei Kunstlicht. Jedes Referenzbild bearbeitest du einmal sauber: Preset, Weißabgleich, Belichtung. Danach markierst du alle Bilder derselben Situation und synchronisierst die Einstellungen mit einem Klick, ausgenommen alles, was bei jedem Bild individuell ist: Freistellen, Masken, Objektentfernung und Transformieren.

Das Ergebnis ist genau die Verlässlichkeit, an der man professionelle Reportagen erkennt: eine Handschrift, die sich vom ersten bis zum letzten Bild durchzieht, ohne dass du jedes Bild einzeln anfasst.

Referenzansicht in Lightroom: Referenzbild links, aktives Bild rechts mit übernommenem Look
Referenzbild und aktives Bild im Vergleich
Aus unseren Seminaren

Die häufigsten Fehler mit Presets

Diese Punkte sehen wir in unseren Seminaren und Coachings immer wieder. Jeder einzelne kostet Bildqualität oder Zeit, und jeder ist leicht zu vermeiden.

Brautpaar an der festlich gedeckten Hochzeitstafel im Abendlicht
  • 1Das Preset auf einen falschen Weißabgleich gelegt, etwa mit der Pipette auf einer farbigen Fläche statt auf Grau oder Weiß, der Look driftet von Bild zu Bild.
  • 2Das gekaufte Preset direkt überschrieben statt es zu duplizieren, das Original ist weg.
  • 3Weißabgleich, Belichtung oder Beschnitt mit ins eigene Preset gespeichert, das passt dann nur zufällig.
  • 4Sättigung hochgezogen statt Dynamik, die Hauttöne kippen ins Orange.
  • 5Hautretusche zu stark aufgedreht, aus Haut wird Kunststoff.
  • 6JPEG statt RAW bearbeitet und sich gewundert, warum das Preset nicht aussieht wie beim Anbieter.
Qualität erkennen

Woran du ein gutes Preset erkennst

Von außen sehen alle Presets gleich aus: ein schönes Vorher-Nachher und ein Name. Ob ein Preset etwas taugt, zeigt sich erst in der Praxis, und zwar an ein paar sehr konkreten Punkten.

Ein gutes Preset

  • ist auf neutralem Weißabgleich aufgebaut, dadurch wirkt es auf deinen Bildern so wie in der Vorschau des Anbieters
  • lässt Weißabgleich, Belichtung und Beschnitt unangetastet, die gehören dir
  • hält Hauttöne natürlich, auch bei warmem Kunstlicht und im Gegenlicht
  • trägt über verschiedene Lichtsituationen, vom Getting Ready bis zur Feier, nicht nur über ein Vorzeigebild
  • ist an vielen echten Bildern und verschiedenen Kameramodellen getestet und kommt mit einer Anleitung zur richtigen Anwendung

Finger weg, wenn

  • –Belichtung oder Weißabgleich mit im Preset gespeichert sind, dann „passt“ es nur auf das Werbebild
  • –die Hauttöne ins Orange oder Gräuliche kippen, sobald das Licht nicht mehr perfekt ist
  • –der Look auf dem Beispielbild spektakulär aussieht und bei Mischlicht auseinanderfällt
  • –ein Extremlook ohne Anpassungsspielraum verkauft wird, den du nicht dosieren kannst
  • –mit „ein Klick, fertig, für alle Bilder“ geworben wird, siehe oben
Zwei Wege

Preset kaufen oder selbst erstellen?

Beides ist legitim, und ehrlich gesagt schließt es sich nicht aus. Die Frage ist, wo deine Zeit gerade am besten aufgehoben ist.

Selbst erstellen

Der Lehrweg

Ein eigenes Preset zu bauen ist die beste Übung, um Lightroom wirklich zu verstehen. Wichtig dabei: Baue es auf neutralem Weißabgleich auf, und speichere Weißabgleich, Belichtung und Beschnitt nie mit ein, sonst passt es nur zufällig.

Rechne ehrlich mit der Zeit: Ein Look, der über alle Lichtsituationen einer Hochzeit trägt, entsteht nicht an einem Nachmittag, sondern über viele Reportagen und Feedbackrunden.

Fertig kaufen

Der erprobte Startpunkt

Ein gutes gekauftes Preset ist ein fertig abgestimmtes System, getestet an tausenden Bildern aus echten Reportagen. Unsere KCP Signature Master Preset Collection 2026 enthält acht aufeinander abgestimmte Looks, dazu Tool-Presets, mobile Presets und über 50 Minuten Videotraining.

Auch ein gekauftes Preset bleibt anpassbar: Dupliziere es, verändere es und mache es zu deinem eigenen.

Der Blick nach vorn

Und was ist mit KI?

Ein klassisches Preset beschleunigt deine Handarbeit, ein KI-Preset nimmt sie dir ab: In Imagen AI wertet ein trainiertes Profil jedes Bild einzeln aus und passt deinen Look darauf an, durch die komplette Reportage. Das klassische Preset bleibt dabei die Grundlage, auf der ein guter KI-Look aufbaut, und für den Feinschliff führt ohnehin kein Weg an Lightroom vorbei. Wie die KI-Bearbeitung im Detail funktioniert, was sie kostet und für wen sie sich lohnt, liest du in unserem großen Imagen-AI-Ratgeber.

Ehrlich gesagt

Lohnen sich gekaufte Lightroom Presets für dich?

Die kurze Antwort: Es kommt darauf an, wo du stehst. Mit einem guten Preset kaufst du dir die Erfahrung, die darin steckt, und sparst viel Zeit. Es ersetzt aber weder das Fotografieren noch das Hinschauen.

Es lohnt sich, wenn du

  • schneller zu einem konsistenten, professionellen Bildlook kommen willst
  • regelmäßig Paare und Hochzeiten fotografierst und deine Bearbeitungszeit senken möchtest
  • einen erprobten Startpunkt suchst, den du zu deinem eigenen Look weiterentwickelst
  • bereit bist, Weißabgleich und Belichtung je Bild selbst zu setzen

Eher nicht, wenn du

  • –deinen Look bereits fertig entwickelt hast und jedes Bild bewusst von Grund auf selbst bearbeitest
  • –dir „ein Klick und fertig“ ohne jedes eigene Zutun erwartest, dann ist eher KI-Bearbeitung dein Werkzeug
  • –ausschließlich in JPEG fotografierst und daran nichts ändern möchtest
Verifizierte Bewertungen

Was Fotografen über unsere Presets sagen

Alle Zitate stammen wörtlich aus verifizierten Kundenbewertungen zu unseren Preset-Collections, gesammelt über Judge.me nach bestätigtem Kauf.

★★★★★
Videoanleitung wieder mal top, import hat sofort funktioniert, sehr guter workflow, die Styles gut abgestimmt, wieder sehr zufrieden
Dietmar · Verifiziert
★★★★★
Die Presets sind wunderschön, mit vielen super nützlichen Tools ausgestattet die die Arbeit so sehr erleichtern. Es macht mega Spaß damit zu arbeiten.
Michele · Verifiziert
★★★★★
Die Presets passen häufig schon beim ersten Klick. Die Anpassungsmöglichkeiten machen den Bildstil aber noch einzigartiger.
Sebastian · Verifiziert
★★★★★
Es macht sehr viel Spaß damit zu arbeiten und man bekommt schnell wunderschöne, einheitliche Bildlooks.
Diana · Verifiziert
★★★★★
Super für schnelle, einheitliche Bearbeitung! Wir sind wirklich sehr zufrieden
Robert · Verifiziert
★★★★★
Die KCP Signature Master Preset 2024 sind einfach super. Tolle Ergebnisse bei der Bildbearbeitung.
Annika · Verifiziert
★★★★★
Ich liebe dieses Preset und liebe die individuelle Skalierbarkeit.
Sandra · Verifiziert
★★★★★
Hey ihr Lieben, die Presets sind einfach klasse!
Corinna · Verifiziert
★★★★★
Wie bis jetzt all eure Presets, einfach toll!
Jürgen · Verifiziert
★★★★★
Einfach der Hammer, habe mir auch darum die 2025 gekauft! Jedem zu Empfehlen.
Ruth · Verifiziert
Aus 16 Jahren Reportage-Erfahrung

Finde den Look, der zu deinen Hochzeiten passt

Alle unsere Presets entstehen aus echten Hochzeitsreportagen. Im aktuellen Preset-Paket stecken acht aufeinander abgestimmte Collections für unterschiedliche Looks, die vom Getting Ready bis zur Feier auch bei schwierigem Licht konsistent bleiben, mit deutschen Videoanleitungen und Support auch nach dem Kauf.

Als Alternative gibt es weiterhin die Collection 2025

Häufige Fragen

Kurz und ehrlich beantwortet

Was ist ein Lightroom Preset?+
Ein Preset ist ein gespeichertes Bearbeitungsrezept: eine Sammlung von Entwicklungseinstellungen wie Gradationskurve, Farben und Effekten, die du mit einem Klick auf ein Bild anwendest. Es verändert dein Foto nicht destruktiv, jeder Wert bleibt danach einstellbar.
Was ist der Unterschied zwischen Lightroom und Lightroom Classic?+
Lightroom Classic ist die Desktop-Anwendung mit lokalen Katalogen und dem vollen Funktionsumfang für große Bildmengen, von der Bildauswahl über Ordnerstrukturen bis zum Export. Lightroom ohne den Zusatz Classic ist die schlankere Cloud-Version: Deine Bilder liegen in der Adobe-Cloud und sind auf allen Geräten synchron, dafür ist der Funktionsumfang für den Reportage-Alltag spürbar eingeschränkt. Für Hochzeitsfotografen empfehlen wir deshalb Lightroom Classic. KI-Bearbeitung wie Imagen AI arbeitet mit beiden Versionen, am besten mit Lightroom Classic.
Funktionieren Presets in Lightroom Classic und in Lightroom?+
Ja, in beiden. Für den kompletten Hochzeits-Workflow mit Bildauswahl, Katalogen und Export empfehlen wir Lightroom Classic. Lightroom Mobile unterstützt ebenfalls Presets, dafür braucht es speziell angepasste mobile Versionen.
Wie installiere ich Lightroom Presets?+
Im Entwickeln-Modul über das Vorgaben-Panel: Plus-Symbol, Vorgaben importieren, Preset-Dateien auswählen, fertig. Gute Anbieter legen eine Anleitung bei, die den Import Schritt für Schritt zeigt.
Wo speichert Lightroom meine Presets, und wie ziehen sie auf einen neuen Rechner um?+
In Lightroom Classic öffnest du den Vorgaben-Ordner am schnellsten über die Voreinstellungen im Reiter Vorgaben. Für den Umzug exportierst du deine Presets per Rechtsklick auf die Gruppe und importierst sie auf dem neuen Rechner wieder. In der Cloud-Version und in Lightroom Mobile synchronisiert Adobe deine Presets automatisch über dein Konto.
Warum werden meine Presets nach dem Import nicht angezeigt?+
Meist ist es eine von drei Ursachen: Das Vorgaben-Panel blendet teilweise kompatible Vorgaben aus (in den Panel-Einstellungen einschaltbar), die Dateien liegen in einem veralteten Format vor (aktuell ist XMP, sehr alte Presets nutzen .lrtemplate), oder Lightroom wurde nach dem Import noch nicht neu gestartet. In dieser Reihenfolge geprüft, ist es fast immer gelöst.
Warum sieht das Preset bei mir anders aus als in der Vorschau?+
Fast immer liegt es am Weißabgleich oder an der Belichtung, denn beides ist bewusst nicht im Preset gespeichert. Ein gutes Preset ist auf neutralem Weißabgleich aufgebaut: Stelle zuerst den Weißabgleich mit der Pipette auf einer grauen oder weißen Fläche ein, ziehe die Belichtung nach, und der Look passt.
Kann ich ein Preset auf mehrere Bilder gleichzeitig anwenden?+
Ja. Markiere mehrere Bilder und wende das Preset auf alle an, oder arbeite mit der Referenzbilder-Methode: ein Bild je Lichtsituation sauber bearbeiten und die Einstellungen auf die übrigen Bilder synchronisieren.
Kann ich gekaufte Presets anpassen?+
Ja, das Anpassen ans eigene Bild gehört dazu. Bei uns ist ein Video-Tutorial dabei, in dem wir zeigen, wie das Anpassen funktioniert, und im Paket sind Tools und Overlays zur perfekten Anpassung und Verfeinerung enthalten.
Brauche ich RAW-Dateien?+
Für ernsthafte Bearbeitung ja. Eine RAW-Datei enthält deutlich mehr Bildinformation als ein JPEG. Erst damit hat ein Preset den Spielraum, Lichter zu retten, Tiefen zu öffnen und Farben sauber zu verschieben.
Was ist der Unterschied zwischen einem Preset und einem Filter?+
Ein Filter, etwa in Instagram, legt ein fertiges Ergebnis unveränderbar über dein Bild. Ein Preset setzt einzelne Regler in Lightroom, die du danach beliebig anpassen kannst. Es ist ein Startpunkt, kein Endergebnis.
Was ist der Unterschied zwischen Presets und Profilen in Lightroom?+
Ein Profil legt fest, wie Lightroom Farben und Tonwerte deiner RAW-Datei grundsätzlich interpretiert. Es liegt unter allen Reglern und verstellt keinen davon. Ein Preset setzt dagegen die Regler selbst. Beides spielt oft zusammen, denn viele Presets bauen auf einem bestimmten Profil auf. Nicht zu verwechseln mit den KI-Profilen von Imagen AI, dort ist mit Profil der trainierte Bildlook gemeint.
Funktionieren Presets mit jeder Kamera?+
Grundsätzlich ja: Presets setzen Entwicklungseinstellungen unabhängig vom Kamerahersteller. Trotzdem lohnt sich vor dem Kauf ein Blick darauf, ob das Preset an Bildern verschiedener Kameramodelle aus der Praxis getestet wurde.
Gibt es Presets auch für das Handy?+
Ja, Lightroom Mobile unterstützt Presets. Achte darauf, ob eine Collection eigens angepasste mobile Versionen enthält, denn Desktop-Presets lassen sich nicht immer eins zu eins aufs Handy übertragen.
Verändern Presets meine RAW-Dateien?+
Nein. Lightroom arbeitet nicht destruktiv: Das Preset setzt nur Entwicklungseinstellungen im Katalog, deine Originaldatei bleibt unangetastet, und jede Anpassung lässt sich jederzeit zurücknehmen.
Wie bekomme ich natürliche Hauttöne in Lightroom?+
Vier Stellschrauben entscheiden: ein sauberer Weißabgleich als Basis, denn jeder Farbstich landet zuerst im Gesicht. Dynamik statt Sättigung, wenn du Farben verstärken willst, das schont Hauttöne. Eine zurückhaltende Gradationskurve, denn zu viel Kontrast macht Gesichter schnell fleckig. Und eine dezente Hautretusche, die Struktur erhält, statt sie glattzubügeln. Ein gutes Preset ist an all diesen Stellen bereits auf natürliche Haut abgestimmt, den Rest erledigen Weißabgleich und Belichtung je Bild.
Was hilft gegen Grünstich auf der Haut, etwa auf einer Wiese?+
Der Grünstich entsteht durch reflektiertes Licht von Wiese oder Laub. Erste Hilfe im HSL-Panel: Sättigung und Luminanz der Grün- und Gelbtöne zurücknehmen, das beruhigt die Reflexe, ohne das ganze Bild zu verändern. Bei starken Reflexen hilft zusätzlich eine Maske auf die Hautpartien, in der du Farbton und Sättigung gezielt korrigierst. All das gilt, wenn der Weißabgleich korrekt ist. Oft reicht es auch, die Tönung des Weißabgleichs etwas mehr ins Rot zu schieben.
Wie gleiche ich zu viel Sonne im Bild aus?+
Wenn im RAW noch Zeichnung steckt: Lichter und Weiß deutlich absenken, dann kommt die Struktur zurück. Für einzelne Bereiche nimmst du einen linearen Verlauf oder eine Maske auf die betroffene Stelle und reduzierst dort Belichtung und Lichter lokal. Die ehrliche Grenze: Sind die Lichter komplett ausgefressen, gibt es dort keine Bildinformation mehr, dann kann auch das beste Preset nichts retten. Hier hilft nur, beim nächsten Mal knapper zu belichten.
Was ist der Unterschied zwischen einem Lightroom-Preset und einem KI-Preset?+
Ein Lightroom-Preset legt deinen Look als Startpunkt über das Bild, danach passt du selbst an. Ein KI-Preset ist ein trainiertes Profil in Imagen AI, das jedes Bild einzeln auswertet und den Look automatisch darauf anpasst. Ausführlich erklären wir das in unserem Imagen-AI-Ratgeber.
Dein nächster Schritt

Ein Look, der deine Handschrift trägt

Wenn du nicht bei Null starten willst: Die KCP Signature Master Preset Collection 2026 ist unser Bildlook als klassisches Preset-System, mit acht Looks, Tool-Presets, mobilen Presets und über 50 Minuten Videotraining, entwickelt aus unseren eigenen Hochzeitsreportagen.

Mehr aus unserer Ratgeber-Reihe: Hochzeitsfotos bearbeiten – unser kompletter Lightroom-Workflow · Imagen AI: unsere Erfahrungen

Kathi und Chris

Wir sind Kathi & Chris. Seit über 16 Jahren fotografieren wir Hochzeiten und begleiten Fotografen mit Presets, Seminaren und Coachings. Jedes Preset in diesem Beitrag stammt aus unserem eigenen Workflow und wird in echten Reportagen eingesetzt.